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Engracia

Engracia steht lächelnd in einem Rehabilitationszentrum und zeigt dem Fotographen eine Minenaufklärungsbroschüre

Ich heiße Engracia und komme aus Angola, das liegt im Süden von Afrika. Bis 1999 habe ich mit meiner Familie in einem kleinem Dorf Namens Ngongoinga gelebt.

Viele Jahre war in Angola ein Bürgerkrieg, der erst 2002 zu Ende ging. Durch diesen Krieg liegen im Boden zahlreiche Landminen, die sehr gefährlich sind. Das Gebiet um mein Heimatdorf Ngongoinga ist besonders schlimm von Minen verseucht.

Da meine Eltern sehr besorgt um uns Kinder waren, beschlossen sie in die 12 km entfernte Stadt Huambo zu flüchten.

Eines Tages kam ein Auto in unser Dorf und so wollten meine Eltern diese Gelegenheit nutzen, um nach Huambo zu kommen. Doch bereits nach wenigen Metern war die Fahrt vorbei... Ich kann mich nur noch an einen lauten Knall erinnern und dass ich erst im Krankenhaus wieder aufgewacht bin.

Später erzählten mir meine Eltern, dass das Auto auf eine Anti-Fahrzeug-Mine gefahren ist. Meine Großmutter ist dabei gestorben und mein Vater und ich wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Ich habe bei dem Unfall sehr viel Blut verloren und die Ärzte mussten mir deshalb mein rechtes Bein amputieren.

Anfangs war ich immer sehr traurig, denn meine Mitschüler haben mich oft ausgelacht. Aber seitdem ich durch die Hilfe von Handicap International und dem Orthopädiezentrum des Roten Kreuzes eine Prothese habe, kann ich fast alles wieder machen. Ich kann sogar mit meinen Freundinnen seilspringen. Wenn ich erwachsen bin, dann möchte ich Krankenschwester werden, damit ich den Menschen genauso helfen kann wie mir geholfen wurde.

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Stand: 11/2008