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Kosovo

Die Flagge des Kosovo. Sie hat einen blauen Hintergrund und mit sechs weiße Sterne in einem leichten Bogen über den goldenen Umrissen des Kosovos.

<< Das ist die Flagge vom Kosovo.

Der Kosovo ist ein Land in Südosteuropa, also gar nicht weit weg von uns im früheren Jugoslawien. Er ist ein sehr kleines Land, nämlich noch nicht einmal halb so groß wie Schleswig-Holstein. Die meisten Menschen, die hier leben, sind Albaner, der Rest kommt hauptsächlich aus Serbien und Montenegro. Die Lebensbedingungen im Kosovo sind oft noch ganz anders als bei uns: Auf dem Land müssen immer noch fast die Hälfte aller Menschen ihr Wasser von einem Brunnen holen.

Wenn du jemanden auf albanisch begrüßen möchtest, sagst du „Tungjatjeta“ oder einfach „Allo“.

Eine Landschaft im Kosovo. Im Vordergrund ist ein Feld mit einzelnen roten Blumen, weiter hinten stehen Häuser und dahinter sieht man Berge.

Die meisten Menschen im Kosovo sind Albaner. Aber der Kosovo war schon sehr lange ein Teil von Serbien, das wiederum zum Land Jugoslawien gehörte. Als es Jugoslawien nicht mehr gab, begann die serbische Verwaltung damit, albanische Schulen im Kosovo zu schließen, und sie verbot den Kosovaren (so heißen die Menschen im Kosovo) ihre eigene Regierung.
So kam es schließlich zu Kämpfen, bei denen sehr viele Menschen aus ihrem Land vertrieben und ermordet wurden.

Eine Landkarte des Kosovo, das an Serbien, Mazedonien, Albanien und Montenegro grenzt.

1999 mischte sich die NATO – eine Militärbündnis vieler Staaten - in den Konflikt ein und begann, Serbien und serbische Siedlungen im Kosovo zu bombardieren. Wieder starben viele Menschen. Die NATO hat auch in Serbien und im Kosovo viele Streubomben abgeworfen, und die serbische Armee haben Minen gelegt. Diese Waffen sind beide noch heute sehr gefährlich für die Menschen dort. Nach dem Krieg wurde immer wieder darüber beraten, was nun aus dem Kosovo werden sollte. Aber es konnte keine Lösung gefunden werden, mit der alle zufrieden waren. Der Kosovo hat sich dann schließlich als eigener Staat erklärt, ohne dass Serbien einverstanden war.

Stand: 04/2011

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