Amadou

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Hallo! Ich heißte Amadou und bin 13 Jahre alt.  Ich wohne in Mali, wo ich mit meinen Freunden oft die Umgebung von Timbuktu erkunde. Ich fand etwas, was ich besser nie hätte finden sollen. Meine Freunde und ich hatten einen seltsamen Gegenstand aufgesammelt, eine schwarze, sehr harte Kugel. Wir waren neugierig darauf, was sie wohl enthielte. Wir haben also versucht, sie zu öffnen, indem wir sie jeder nacheinander auf den Boden geworfen haben. Nachdem ich sie geworfen hatte, kann ich mich an nichts mehr erinnern. Als ich dann die Augen öffnete, war ich in einem Bett im Krankenhaus.

Wie man mir später erzählte war die schwarze Kugel eine Granate, die durch das Werfen explodiert war. Meine beiden Freunde sind durch das Unglück sofort gestorben. Ich verlor mein Bein und eine Hand.

Meiner Mutter ging es sehr schlecht zu dieser Zeit, weil sie Angst hatte, dass ich nie wieder zur Schule gehen könne. Aber sie sagte auch immer wieder wie froh sie ist, dass ich noch am Leben bin, weil ja schließlich meine beiden Freunde bei dem Unfall gestorben sind.

Ich bin immer noch sehr traurig weil ich meine Freunde verloren habe. Hätte ich vorher gewusst, was das für ein gefährlicher Gegenstand war, hätte ich ihn nie angefasst. Mittlerweile sind einige Menschen von Handicap International bei uns in Timbuktu, um den Leuten zu erklären, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält und wie man Granaten erkennt.

Ich finde es sehr gut, dass uns erklärt wird, wie gefährlich die Überreste des Krieges sind, so verlieren in Zukunft vielleicht weniger Menschen ihre Freunde und Familie.

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